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Achtung Transparenz! (aktualisiert 06.03.2017)

Was macht eigentlich… die Verkehrsabteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt?

Oh je, da fallen mir spontan Antworten ein, die ich hier lieber nicht aufschreiben möchte. Aber, die Senatsverwaltung veranstaltet Transparente Verwaltung. Was wird das wohl sein?

Trans-pa-rente Ver-wal-tung !

Termin: 15. September 2015, 15:30 Uhr. Das klingt gut.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse. Eine Anmeldung ist erforderlich. Klick.

Schon sind wir drin in einer transparenten Transparenz der Sonderklasse. Das Anmeldeformular ist nicht erkennbar. Auch die Bestätigungs-Mail - ja wohin ist sie eigentlich gegangen.

Was soll's. Ein kleines Picknick. Das ist ein Wort. Oh, und dann reibe ich mir die Augen. Unsere Radtour führt uns u. a. auf die Baustelle der U 5, zur Schleuse am Mühlendamm und zum umgestalteten Moritzplatz. Da, da und da will ich hin. Trio, denk ich, Da da da ich lieb dich nicht du liebst mich .... Ach lassen wir das.

Egal, ich darf der Verwaltung in's Maul schauen. Da da da. Nicht irgendeiner beliebigen Stempelei. Nein, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Und ich bin nicht allein. Ah ah ah.

16:08 Uhr: Zuerst geht es in die Unterwelt. Hier ist es gelungen, den Abstand zwischen zwei Stationen auf Rekord-nie-wo zu verkürzen. Wow.

16:47 Uhr: Dann in die Wasserwelt. Psst. Ganz leise jetzt. Niemand hat die Absicht ... - noch leiser - die Absicht eine Spreephilharmonie zu errichten. Man freut sich ja schon, wenn man das nicht hört. Hoffentlich kommt keiner auf die Idee.

Ha, jetzt geht's zum Moritzplatz. Dada habe ich vor ein paar Wochen ein bisschen rumgeknipst. Schaut euch das jetzt schnell an. Dada am Moritzplatz. Ihr werdet staunen.

17:33 Uhr: Achtung, Dada am Moritzplatz dada.

Achtung, Achtung, Dada am Moritzplatz ...

17:34 Uhr: Dada können wir nicht mehr hin. Das schaffen wir nicht mehr. Wir müssen doch noch zum Picknick.

17:54 Uhr: Und Tütchen gibt es auch noch. Dada am Köllnischen Park. Tütchen für alle.

Stark gebrüllt Löwe. Transparenz in Tiefschlafschwarz. Das war wohl nix.

Offen bleibt die Frage, wie eine Verkehrsabteilung, die nicht mal ein Radtour zu drei benachbarten Zielen organisieren kann, den Güter- und Personenverkehr einer Großstadt planen und lenken können soll.

Offen bleibt die Frage, warum der Leiter der Verkehrsabteilung den Dialog zur Zulässigkeit von Radstreifen im Kreisverkehr scheut.

Offen bleibt ...

Aktualisierung 06.03.2017

Am 14.12.2016 blieb dann wieder mal das Maul offen. Die Verkehrsexperten der BUNDjugend hatten die Goldene Klingel verliehen.

Laut Verkehrsverwaltung ging die Zahl der Rad-Unfälle seither um 37 Prozent, die Zahl der Unfälle mit Personenschaden und 50 Prozent zurück.

Ist mit der neuen Senatorin auch eine Neue Transparenz am Köllnischen Park eingezogen?

Alternativ und faktisch legte am 03.03.2017 jedoch die Berliner Polizei die Verkehrsunfallstatistik 2016 vor. Sie bewetetet den Moritzplatz weiterhin als Unfallbrennpunkt mit Radfahrern. Vermutlich ist dort die Neue Transparenz der Mathematik nicht realisiert worden.

Offen bleibt ...

... Schaut euch das jetzt schnell an. DADA am Moritzplatz