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Parlamentarische Fahrradtour 2014

In einem Hinterhof der Macht treffen wir uns zur Parlamentarischen Fahrradtour 2014. In der Mitte - ein Rednerpult auf Rädern? Nun ja: "Das Parlament (von altfranz. parlement ‚Unterredung‘; französisch parler ‚reden‘) ist die Volksvertretung". (Wikipedia)

Unterstützt wird diese Radtour vom ZIV, dem Verband der Zweiradindustrie.

Die Industrie-Vertreter wollen natürlich auch zeigen, was sie können.

Deshalb haben sie auch einen professionellen Fotografen bestellt, einen (Elektro-) Fahrrad-Verleih organisiert und eine kleine Ausstellung vorbereitet.

Wup, was entdecke ich hier? Ein Fahrrad, das sich von seiner Kette befreit hat. Das macht mich neugierig und ist doch mal sofort sympathisch.

Schnell ein Klick von der einen Seite, ...

... einen weiteren von der anderen Seite.

Auf der deutschsprachigen Stringbike-Seite gibt es weitere Infos.

Besser gefällt mir jedoch die englischsprachige Seite.

Alle Teilnehmer wurden uniform ausgestattet.

Versammlungsgesetz §3(1) Es ist verboten, öffentlich oder in einer Versammlung Uniformen, Uniformteile oder gleichartige Kleidungsstücke als Ausdruck einer gemeinsamen politischen Gesinnung zu tragen.

Pro Fahrrad - mit dieser politischen Gesinnung komme ich ja gut zurecht.

Wenn diese immunen Bundestagsabgeordneten vor uns stehen, dann erwarte ich ja nun wirklich nicht, dass da ein Ordnungshüter das geltende Recht durchsetzen wird.

Also freuen wir uns, dass es Bundestagsabgeordnete gibt, die - sichtlich gut gelaunt - gemeinsam und gemeinsam mit uns "Pro Fahrrad" als politische Gesinnung durch Berlin tragen.

Zum offiziellen Start finden wir uns an der Ostseite des Reichstagsgebäudes ein.

Hier warten wir ...

... auf die präsidiale Eröffnung.

Bei schönstem Wetter starten wir.

Über die Spree.

Dann Richtung Friedrichstraße.

Erfahrene adfc-Tourleiter übernehmen die Führung.

Die 120 Teilnehmer folgen.

In den Monbijoupark.

Bodemuseum.

Beim Aufstieg in der Schwedter Straße zieht sich der Verband deutlich in die Länge aber ein Schelm unter den Streckenplanern wollte wohl unbedingt hier lang.

Nach Informationen des Tagesspiegels soll hier eine so genannte Dauerzählstellen für Fahrräder installiert sein.

Diese beiden Westen-Träger testen vermutlich die Elektro-Leihräder.

Ganz anders wirkt dieser elegante Edel-Radler. Ihm sieht man die "Pro Fahrrad"-Haltung auch ohne Aufdruck auf der Weste an. Er ist vom Automobilclub ADAC.

Pause unter der Bornholmer Straße.

Jetzt geht es durch den Wedding.

An der Panke.

Am Ostufer des Westhafens entlang zu diesem Grenzturm. Es ist einer der Letzten seiner Art in Berlin.

Am Invalieden-Friedhof bemerke ich die Stringbike-Fahrerin.

In der Pause durfte ich es ausprobieren. Irgendwie hat es jetzt mein Herz erobert. Es ist sehr gut gemacht. Vielleicht ist es das Antriebskonzept der Zukunft. Am liebsten würde ich mit diesem Teil mal eine Testfahrt über ein/zweitausend Kilometerchen machen.

Hier hat der Strecken-Schelm schon wieder zugeschlagen. Es geht vorbei an diesen Einstein-Spruch. "Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will." Das Fahrrad-Symbol für die Radspur davor ist durchkreuzt.

Man könnte es aber auch so beschreiben: "Eine neue Art von Denken ist notwendig" und der Antrieb des Fahrrades davor ist durchkreuzt.

Na ja, Zeichen gibt es und Wunder.

Runter an die Spree.

Durch den Tiergarten.

Hier schließe ich mein Rad an diesem Pfahl an. Das Schild dahinter - in feinstem Bürokraten-Deutsch - kommt mir spanisch vor.

Aber, eine fremdländische Uniform-Trägerin überzeugt uns sehr schnell mit einem freundlichen Lächeln. Viele liebe Grüßa an die Spanische Botschaft.

Wir wollen diese Tour mit Anstand zu Ende bringen.

Der ZIV gibt noch 'ne Runde aus.

Irgendwann übernehmen dann Spatzen die Reste.