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Mauerstreifzüge 2014 Etappe 1

Pressemitteilung:

Am S-Bahnhof Potsdamer Platz starten in gewohnter Manier die Berliner Mauerstreifzüge mit ihrer ersten Etappe, Samstag, den 10. Mai 2014, um 14:00 Uhr. Eingeladen von der Berliner Abgeordnetenhausfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und geleitet von Michael Cramer, MdEP, wird uns dieser Mauerstreifzug bis zum S-Bahnhof Adlershof führen. Mit uns fahren wird die Bündnisgrüne Fraktionsvorsitzende aus dem Abgeordnetenhaus von Berlin, Antje Kapek, MdA. Wir werden im Hofcafé Späth rasten und am Ende der Etappe empfangen uns die Bündnisgrünen aus Treptow-Köpenick mit Harald Moritz, MdA, in Adlershof mit Getränken. ...

Sie sind herzlich eingeladen, an dieser und den folgenden Touren teilzunehmen!

Alle Jahre wieder lädt Michael Cramer (Wikipedia) zu gemeinsamen Mauerstreifzügen ein.

Eine Terminübersicht findet sich auf seiner Web-Seite.

Zu den Bildern von der
1. Etappe, 2. Etappe, 3. Etappe, 4. Etappe, 5. Etappe, 6. Etappe, 7. Etappe, 8. Etappe

Die erste Etappe startet an der historischen Ampel am Potsdamer Platz. Zeitgleich schwenken ukrainische Demonstranten ihre stattlichen blau-gelben Fahnen und die kleine blaue Hoffnung mit gelben Sternen.

Unsere Richtung wird heute von einem einzelnen grünen Banner angezeigt. Es markiert den Standpunkt des Zuhörers, Weggefährten und Vorreiters Michael Cramer.

Zuhörer: an einem der verkehrsreichsten Plätze.

Weggefährte: für viele Mitradler.

Vorreiter: mit erhobenem Daumen.

Dazu erklärt Michael Cramer, MdEP, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament:

„Nach dem Beschluss von Senat und Abgeordnetenhaus im Jahr 2001, den Berliner Mauerweg auszuschildern und ihn fahrradfreundlich zu gestalten, ist er nach 10 Jahren nahezu vollständig ausgebaut und mit etwa 900 Schildern ausgewiesen. In diesem Jahr werden wir den Berliner Mauer-Radweg in besonderem Gedenken befahren: Wir erinnern uns an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren, des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren, an den Fall der Mauer in Berlin sowie des Eisernen Vorhangs in Europa vor 25 Jahren und an die Osterweiterung der EU vor 10 Jahren.

Alle diese Daten gehören zusammen, denn ohne den Ersten hätte es den Zweiten Weltkrieg nicht gegeben und ohne den Zweiten Weltkrieg nicht die Spaltung und Wiedervereinigung von Europa. Mit dem „Berliner Mauer-Radweg" und dem „Europa-Radweg Eiserner Vorhang" werden all diese historischen Daten miteinander verbunden, so dass wir auf den Mauerstreifzügen Geschichte, Politik, Natur und Kultur im wahrsten Sinne des Wortes erfahren können."

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Erster Halt am Gestapo-Keller.

Hier wird die Mauer durch einen Zaun geschützt.

Am Checkpoint Charlie signalisiert die grüne Fahne, dass alle die Friedrichstarße passiert haben.

Drei Köpfe - gegossen aus Metall.

An der Kreuzung Rudi-Dutschke-Straße / Axel-Springer-Straße

... hören viele #Fahrrad-Fahrer ... zu

Ja, das stimmt.

Aber nicht alle hören zu. Einer entdeckt ...

... diesen rot-goldenen Luxus-Falter. Den muß er mir unbedingt zeigen.

Nun kann er sich auch wieder konzentrieren.

Diese Beiden, mit den roten Faltern, sind Herz und Seele des feinsten Fahrrad-Komponentenherstellers (VSF-Lieferantenranking 2013).

Noch immer fehlt der abgesenkte Bordstein, um ohne Abstieg vom Fahrrad von der Alten Jakobstraße auf den Kolonnenweg zu gelangen. Das grobe Kopfsteinpflaster am Engelbecken (Waldemarstraße und Leuschnerdamm) lässt auch diesen Abschnitt noch nicht bequem nutzen und erfordert eine fahrradfreundliche Ausgestaltung.

Was er berichtet ist 90ger, 80ger, 70ger und reicht bis zu Fontane zurück. Aber davon werde ich hier nicht viel verraten.

Berlin-Mitte, hier beginnt die Mauer-Galerie.

Wie auf Bestellung kurven ein paar Trabbis vorbei.

Stadtentwicklung oder Stadtverstümmelung?

Dunkel sind die Wolken hier.

Wieder in Kreuzberg.

Dem Vorreiter folgen etwa 100 Rad Fahrende.

Hier sehen sie einen der Letzten seiner Art.

Zwischen Treptow und Kreuzberg.

Er ist auch einer der Letzten seiner Art - der aufmerksame Zuhörer mit dem bestickten Shirt.

Er lebt das gute alte "Made in Germany"

Dafür gibt es einen Link. Das ist keine Werbung, das ist Respekt.

Jetzt aber wieder zuhören.

In der Kiefholzstraße, ...

... dort wo die Mauer Laubenkolonieen trennte, steht ein Denkmal.

Kinder - wurden hier erschossen.

Weiter.

Da kommt ein Einradler des Wegs.

Immer im Gleichgewicht.

Hunger & Durst?

Na klar doch. Zur Pause geht es in die Späthschen Baumschulen.

Pause.

Pause.

Pause.

Pause.

Pause.

Pause.

Weiter.

Die ganze Gegend duftet hier nach Kaffee.

Zurück zum Thema: Chris Gueffroy (* 21. Juni 1968 in Pasewalk; † 5./6. Februar 1989 in Berlin)

Er versuchte in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1989 zusammen mit seinem Freund Christian Gaudian durch den Britzer Verbindungskanal von Treptow (Ost-Berlin) nach Neukölln (West-Berlin) zu flüchten.

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Weiter.

Der Zuhörer.

Der Weggefährte.

Der Vorreiter.

Es beginnt zu regnen. Links die Autobahn.

Rechts der Teltow-Kanal. Regentropfen können uns nicht aufhalten.

Vor der Lärmschutzwand sehen wir immer wieder diese Sträucher.

Das Grüne lässt sich nicht aufhalten.

Dem Autobahnbau zum BER ist dieser Radweg zu verdanken.

Bei der nächsten Etappe werden wir dann die gemeinsame Autobahn-Radweg-Brücke befahren.

Aber nun müssen wir erst mal an diesem Wunschtraum der Stadtplaner vorbei.

Entlang dieser monotonen Mauer.

Es ist der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof, kurz WISTA, genannt.

Wir haben das Etappenziel erreicht.

Die Fahne kann eingerollt werden.

Diese beiden Technikverliebten haben noch lange gefachsimpelt. Liebe Grüße nach Tübingen.

Irgendwann werden die Falter wieder entfaltet und wir denken: Schön war es!

Zu den Bildern von der
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