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Bilder von der ADFC-Lichternacht 2014

Berliner Radler fahren gern in großen Gruppen durch die Stadt. In den Sommermonaten bieten sich dazu zahlreiche Gelegenheiten. Neben den regelmäßigen CMs sind die - nun drei - jährlich stattfindenden Fahrrad-Demos des ADFC beliebt.

Auf der 1. ADFC-Lichternacht waren natürlich auch CM-Radler dabei.

19:16 Uhr: Berlin leuchtet. So steht es auf dem velotaxi 002. Einschränkend wird hinzu geschrieben: 2. - 19. Oktober 2014.

"Na, das wollen wir mal sehen." hat sich da wohl jemand beim Berliner Landesverband des ADFC gedacht und zu einer Demo, der "Lichternacht", eingeladen. Das Motto:

"Lasst uns die Stadt erleuchten!"

Das ist ja mal ein guter Wunsch. Da können alle mitmachen und Spaß haben.

19:36 Uhr: Treffpunkt 20:00 Uhr an der historischen Ampel. Da haben wir noch einen Moment Zeit. Zeit für einen kurzen Blick, 90 Jahre zurück, auf den Tag, an dem an dieser Stelle der Straßenverkehr neu geregelt wurde.

"Die erste Ampel Berlins wurde 1924 am Potsdamer Platz installiert. Sie war damals umstritten, weil kein Mensch es einsah, von einem Lichtsignal Anweisungen entgegennehmen zu müssen." (Wikipedia)

Nachdem im Jahre 1937 die neue S-Bahn in den Untergrund verlegt worden war, konnte der Ampelturm wieder demontiert werden.

20:10 Uhr: Zurück in die Gegenwart. Der Platz ist gut gefüllt. Das Motto "Lasst uns die Stadt erleuchten" ist mit Bedacht mehrdeutig gewählt worden.

Ich regle die Belichtungskorrektur der Kamera nach dem Motto: "Na, das wollen wir mal sehen". (Das stimmt jetzt nicht ganz, eigentlich hatte ich vergessen, dass ich diese Einstellung noch rückgängig machen wollte. Nun sind viele Aufnahmen etwas dunkel.)

20:14 Uhr: Fixie und mit straffer Wade geht es los.

20:16 Uhr: "Lasst uns die Stadt erleuchten!"

20:17 Uhr: Na ja, das muss im nächsten Jahr aber doch etwas heller werden.

20:24 Uhr: Die Ideen sind da, allein es fehlt etwas Leuchtkraft. ;-)

20:25 Uhr: Ja, das ist schon mehr.

20:27 Uhr: Musik? Ja schade. das war's wohl nicht. Und Licht?

20:28 Uhr: Ja, ein bisschen Disco-Feeling, aber da muss richtig Bums her. Im nächsten Jahr, wenn der Termin rechtzeitig bekannt ist, dann wird das auch.

20:28 Uhr: "Lasst uns die Stadt erleuchten!" Nun ja, immerhin hatten alle Licht am Rad.

20:28 Uhr: Genug gemeckert. Das mit dem Wetter, das hatten die Experten unter den Organisatoren nun wirklich gut hin bekommen. Am Vortag standen noch Regentropfen in der Prognose.

20:29 Uhr: An dieser Stelle sei auf einen Tweet von @cafehaussitzer verwiesen.

Sicher, manche genießen auch die ruhigen Minuten auf dem Weg in's Fitness-Studio.

20:30 Uhr: Wir jedenfalls rollen gemütlich weiter und ...

20:31 Uhr: ... reden miteinander.

20:35 Uhr: Wenn die Führer schwerer Kraftfahrzeuge in der Dunkelheit Menschen nicht sicher erkennen können und dadurch gefährden, dann erfordert doch wohl das Grundgesetz, dass ihnen die Nutzung in den Nachtstunden untersagt werden muss.

Die Gefahr geht nicht von der dunklen Kleidung, sondern von der bewegten Masse, dem hohen Gewicht der Kraftfahrzeuge, aus.

20:36 Uhr: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Die Würde des Menschen ist auch immer die Würde des Radfahrers.

20:36 Uhr: Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Grünes Licht. Kraftvolle Fahrer. Starkes Herz und frischer Kopf.
(Kopf und Herz - nicht abgebildet.)

20:40 Uhr: Es ist nicht verständlich, warum beispielsweise schwer erkennbare und gewichtige schwarze Limousinen in unserem Land Menschenleben gefährden dürfen.

20:40 Uhr

20:42 Uhr: Seht uns in die Augen. Wir, wir haben das Licht.

20:45 Uhr: Gemeinsam.

20:52 Uhr: Wir halten zusammen.

20:53 Uhr: "Lasst uns die Stadt erleuchten!"

Indoor-Festival of Lights.

Kopflose Hirsch-Romantik am Platz der Bücherverbrennung.

Hier Humboldt.

Dort die Komode.

20:57 Uhr: Humboldt? Nee, da ist ja auch noch der Typ mit dem geilen Licht. Jawohl, das ist eine Freude.

Hier möchte ich ein Bild einfügen, dass bereits vor vier Monaten entstand. Während der Freitags-CM im Juli 2014.

"Lasst uns die Stadt erleuchten!"

Hier ist das Rad von der Seite zu sehen.

An dieser Stelle: Vielen Dank an den begeisterten ADFC-Fotografen, der, nachdem er diese Seite sah, ganz unkompliziert seine tollen Aufnahmen zur Verfügung gestellt hatte.

21:00 Uhr: Weiter zur Museumsinsel.

21:01 Uhr: Der Dom mit frischem Gesicht.

Die andere Seite des Doms.

Am Neptunbrunnen ...

... da stimmt doch etwas nicht. Richtig. An der Mondphase wird es deutlich. Dieses Bild entstand bereits am Vortag. ;-)

Der Fernsehturm wechselt die Farbe.

Wow.

Nee, nee, nee. Das blaue Licht am Turm kommt nicht von der Begleitung.

21:11 Uhr: Alexanderplatz. Och, das kann doch nicht alles sein.

Oh doch, das Schlusswort.

21:20 Uhr: Es ist doch noch früh am Abend.

21:38 Uhr: Wir lieben Berlin, wir lieben das Radfahren, wir lieben das Leben.

"Lasst uns die Stadt erleuchten!"

Eine kleine Gruppe rollt noch gemeinsam nach Schöneberg.

22:37 Uhr: Hier setzen wir diesen goldenen Hirsch ins Licht. Mit (!) Kopf und Herz. Stolz und erhoben.

"Lasst uns die Stadt erleuchten!"

Der Rudolph-Wilde-Park (Wikipedia) liegt unmittelbar hinter dem Rathaus Schöneberg. Auf der anderen Seite stellte sich einst John-F.-Kennedy, wehrhaft wie dieser Hirsch, schützend vor die eingemauerten West-Berliner.

"Wir sind Berliner!"

"Wir sind ein Volk! Gemeinsam und ohne Mauer! Mit Kopf und Herz!"

Aber jetzt, jetzt geht es nach Hause.