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Bilder vom 30. Januar 2015

Anreise

Es ist (etwas) kalt. es ist (etwas) feucht. Gemütlich fahre ich die Schöhauser Allee entlang, da überholt mich ein leistungsstarkes Rudel gut gelaunter Lust- und Spaßradler. "Hey, fahrt ihr auch zur CM?"

19:13 Uhr: Eindeutig ist die Antwort

19:15 Uhr: "Seht mal, der kommt auch mit zur CM."

Was ist das? Freiwadler bei diesem Wetter? Harte Jungens in kurzen Hosen. Boa.

19:16 Uhr: "Komm, wir fahren!"

19:20 Uhr: Am Alex.

19:23 Uhr

19:25 Uhr

19:26 Uhr: Kurze schicke Hosen. Kein Schutzblech.

Na ja, Ku'damm-Style. ;-)

19:30 Uhr: Es ist nicht mehr weit zum ...

Heinrichplatz

Zeitig sind wir da. Der Platz ist noch leer.

19:49 Uhr: Da kommen noch welche.

19:50 Uhr

19:53 Uhr: Eigentlich wollte ich ja Florian im rotem Ampellicht fotografieren.

Florian entschuldige bitte, wir beide sind ja auch schon gemeinsam auf dem Mauerweg gefahren, aber in den Augen von der Juliane da spiegeln sich die Erinnerungen an schöne und durchaus anstrengende Radtouren. Gemeinsam waren wir 160 km around the west und bei der Frankfurt(Oder) und zurück-Tour unterwegs.

20:11 Uhr: So. Und als ich dann wieder ein Auge frei hatte, da war der Heinrichplatz dann doch recht gut gefüllt.

Gleich geht's los.

Seht Euch erst mal Ankes Video auf YouTube an.

Zum Brandenburger Tor

Wie immer geht es durch die Oranienstraße zum Moritzplatz.

Aus aktuellem Anlass habe ich, für alle die sich gern an großen Zahlen berauschen, bei den nächsten Aufnahmen auch die Sekunden angegeben.

Es ist peinlich, wenn wir Besuch aus anderen Städten bekommen und diese Besucher dann geeignete Formulierungen finden müssen um ihre Wahrnehmungen freundlich zu umschreiben. (http://criticalmass-augsburg.de/als-gast-auf-der-cm-berlin)

20:18:30 MEZ

20:18:36 MEZ

20:18:57 MEZ

20:19:05 MEZ

20:19:16 MEZ

20:19:23 MEZ: Nee, wir müssen uns weder selbst betrügen noch betrügen lassen.

Auf Twitter muß man sich ja immer etwas kurz fassen. Wenn der "liebe Herr P." schon öffentlich gefragt wird, dann möchte er hier nun ein etwas ausführlicheres Geständnis abgeben.

Eigentlich geht es mir gut, denn ich habe ein Fahrrad und bediene es gern und ausgiebig. Das klingt jetzt etwas flach. Es beinhaltet jedoch auch den Hinweis, dass ich gesund und munter bin, genug zum Essen habe (wie man sieht) und auf die Gemeinschaft angenehmer Mitmenschen nicht verzichten muß.

Dafür bin ich dankbar. Noch etwas deutlicher gesagt: Euch bin ich dankbar, Euch, die ihr mit mir durch die Landschaft fahrt und mit mir im Bedarfsfall den letzten Energieriegel teilt.

Das könnt ihr mir nun glauben oder nicht.

Wichtig für eine Critical Mass ist die Gemeinschft Gleichgesinnter und nicht die (falschen) Zahlen, die wieder ein bisschen anziehen...

Heute, am 08. Februar 2015, versuchen zwei leistungsstarke Radfahrer aus Berlin, zwei auf die wir alle stolz sein können, im Harz eine unglaubliche Tour. Sie wollen den Fahrtwind auf den Everest bringen.

Das klingt jetzt wie blanke Spinnerei. BILDe dir eine Meinung.

Wenn die beiden Fatbiker berichten, dass sie es geschafft haben, dann glaube ich das, weil ich auch weiß, dass sie es zugeben würden, wenn es heute nicht der Tag war.

To: Bernd-Michael Paschke
Subject: Re: Everesting

Moin Bernd-Michael,

also wir haben es am Samstag ganze 5 mal zwischen Sonnenaufgang und -Untergang hoch zum Gipfel geschafft. Es wäre gut möglich gewesen, dass ...

Es war nicht der Tag für so ein fettes Abenteuer.

Gut, wer jedes Ziel beim ersten Anlauf erreicht, der sollte seine Ziele überdenken.

Die beiden Helden sind gesund zurück gekommen. Sie hatten den Mut rechtzeitig abzubrechen und sie haben sich die Chance für einen zweiten Versuch nicht verbaut. Ihr seid toll!

R E S P E K T

Jetzt habe ich nun diese Mail bekommen. Auch darauf bin ich stolz. Mal ehrlich, ihr doch auch.

Klickt Euch die Augen wund!

Eigentlich planten wir nur eine dämliche Schnapsidee umzusetzen, die irgendwann im Herbst in irgendeiner Berliner Schenke entstanden ist. Wir wollten den Brocken everesten ( 1 Berg - hoch und runter bis 8841 Höhenmeter auf dem Tacho stehen ).

Aber da bei uns die Schnapsideen, wohl etwas anders sind als bei anderen Leuten... kam es doch wieder anders... so beginnt der Bericht unserer Rad-Helden.

Klickt das auch noch!

Jetzt ist genug damit, weiter geht es hinter der Goldelse.

Für alle, die meinen, dass bei einer CM mehr als 150 Räder je Minute durch die Oranienstraße fahren.

20:21:29 MEZ:

20:28 Uhr

20:33 Uhr

21:06 Uhr: Eine halbe Stunde lang haben wir miteinander gequatscht und ich habe nur dieses ultraunscharfe Foto. Komm doch nächsten Monat wieder, dann versuchen wir es noch einmal.

In der Brunnenstraße.

21:20 Uhr: Durch die Friedrichstraße zum

Brandenburger Tor

Hier steht ein Dia-Projektor ...

... und blendet alle Radfahrer, die vom West- in den Ostteil fahren.

21:32 Uhr: Wir wollen ... Na gut, jeder will irgendwas. Manche wollen zum Beispiel ihr Rad in die Luft erheben.

21:32 Uhr: Gut, also erst mal Räder hoch.

Dann sehen wir weiter.

Durch das Tor.

Zur Siegessäule

Die unvermeidliche Sprint-Einlage wird die Masse erst mal dehnen.

21:36 Uhr: Also Speed. Nach hinten ...

21:37 Uhr: ... sichern uns die Freunde und Helfer mit dem Blaulicht. Danke.

21:37 Uhr: Super.

21:39 Uhr: Su, Su, Super? Ja klar. Es ist ja bald Berlinale.

21:39 Uhr: Viele Film-Stars sind bereits angereist. Vielleicht wollen sie hier drehen.

21:39 Uhr: Eine Runde drehen - mit uns. ;-)

Eine Runde um die Goldelse.

Wir haben jetzt hier etwas Zeitsalat in diesem Beitrag, weil ich - ihr werdet es verstehen - weil ich hinter dem Moritzplatz nachträglich den Part über den geilen Everesting-Versuch eingebaut hatte.

Die folgenden Zeilen wurden vorher geschrieben.

Nach der Siegessäule

Reden wir doch mal mit unseren benachbarten Stars.

21:45 Uhr: Mit diesem hier. Auf Fetten Reifen durchs Eichsfeld - ja, warum nicht. Wenige Zeilen später: 100 km in 24h klingt eigentlich einfach, wars dann aber nicht...

Klickt euch das an! Klickt einfach, aber Vorsicht. Suchtgefahr!

Nun sind ja 100 km auf 'nem Fahrrad für manche Mitbürger schon undenkbar. Wir reden aber hier über den höchsten Berg im Harz, über den Brocken, und wir reden über - jetzt Luft anhalten - wir reden über Glatteis.

21:52 Uhr: So. Kommt wieder runter.

Gut, für alle, die jetzt noch die Berge im Kopf haben:

323 km, 4 Tage und 5.270 m bergab. Klingt harmlos. Aber, 4.420 m bergauf.

21:54 Uhr: Das Fahrtwind Sommerabenteuer 2015 ist vielleicht nichts für's Liegerad. Ein anderer Nachbar meint jedoch. Bei der Routenplanung ging es darum, eine Strecke zu fahren, die möglichst wenig Kilometer und Höhenmeter hat, so dass sie eigentlich fast jeder schaffen kann.

22:00 Uhr: ... eigentlich fast jeder schaffen kann. hallt es nach.

22:07 Uhr: Rotlicht, aber kein Viertel.

22:14 Uhr: Grünlicht, kurz vor viertel Elf.

22:21 Uhr: Kurz vor Moskau? Nee, mitten in Berlin.

22:42 Uhr: Erste Flocken. Es geht hinauf, aber es ist nun wirklich nicht der Harz, es sind nicht die Alpen.

22:45 Uhr: Nein, es ist der Gleisdreieck-Park.

22:47 Uhr: Es spiegelt, aber ...

22:47 Uhr: es ist nicht glatt.

22:49 Uhr

22:51 Uhr: Es ist einfach nur 'ne verdammt schlechte Sicht.

Und irgendwann ist die Lenkertasche grün. Frischer Schnee im grünen Licht einer Schenke. Hey, auf der Mütze auch.