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Bilder vom 28. März 2014

Freitag 20:00 Uhr, Heinrichplatz (Berlin-Kreuzberg)

Manche gehen gemeinsam im Tiergarten grillen. Andere bevorzugen einen zünftigen Stau auf der Avus. Wir fahren gern mit dem Rad.

Am letzten Freitag-Abend jeden Monats vom Heinrichplatz durch die Stadt. Immer der Nase nach. So ist der Brauch.

Wo steht dieses Rad?

Natürlich am Heinrichplatz.

Wo leuchten diese Nudeln?

Richtig! Heute raten wir uns mal durch Berlin.

Was sehen wir hier?

Was ist das?

Leute, lasst euch nicht verapplen.

Sehen wir hier eine Gabel mit

Sonntagsausdauersocke und / oder Putzlappen?

Ist dieses Rad Putzlappen-gereinigt oder Poliertuch-verwöhnt? Nach dieser einfachen Frage geht es nun aber ab auf die Straße.

Schnell kommen die Freunde und Helfer mit dem Blaulicht. Nach der Tunnel-Aktion unserer Freiheits-Radler im Vormonat frage ich lieber nicht, warum sie bereits in der Rudi-Dutschke-Straße eintreffen.

Dafür jetzt eine schwerere Aufgabe. Wo und wer ist das?

Kleine Hilfestellung: Wenige Meter später fahren wir an diesem Flügelwesen vorbei.

Auch dieser Spruch findet sich hier. Aber dazu kommen wir später.

Wer und wo?

Wo unterhalte ich mich gemütlich mit einem Fahrer der Radsportgruppe Ungemütlich?

Beobachtet werden wir hier. Von ausländischen Diensten (so sagt man) und diesem inländischem Pferde-Lenker. Na, nun ist es einfach.

Wo steht dieses Geisterrad? Wir hatten es passiert, ...

... bevor wir an diesem Tipi am Ka______mt entlang fuhren.

Schwangere Auster oder Klappstulle sagt der Berliner dazu.

Schöne Aussicht - Schloss B_______?

Da hätte der Bundespräsident mal eine schöne Aussicht, aber alle Fenster sind dunkel.

Na, wo geht es hier rund? Ist das schwierig?

Jetzt ist es aber klar. Oder?

Nun wieder eine Wer- und Wo-Frage.

Ein ICE überquert die CM.

Am Salzufer ...

...residiert ein namhafter Autohersteller.

Tja, Pech. Alle fahren vorbei...

... auf die andere Uferseite.

Ausgerechnet vor der Physikalisch-Technischn Bundesanstalt gibt es ein physikalisch-technisches Problem zu lösen.

Dieser Platz ist benannt nach einem ehemeligen Stadtrat für Verkehr und späteren Oberbürgermeister Berlins.

Ein bekannter Kreisverkehr mit einer Ampelschaltung für Radfahrer, die sich an automobilen Nachkriegs-Träumen orientiert.

Was befindet sich in der Wunderkiste?

Was hat dieser Kleinwagenfahrer?

Ist das eine Streusandkiste?

Sind das Kühlakkus für die Flasche oder soll die Flasche den DJ kühlen?

Warum wirft das Rad am rechten Bildrand keinen Schatten?

Warum gibt es keine Kühe auf dem Ku'damm?

Es ist wohl etwas zu eng heute. Nur kleine Kühe hätten noch Platz.

Ist hier das Center, die Mitte, von Europa?

Das nicht, aber von der Mittelinsel wird herzhafter Beifall laut.

Die Zukunft startet jetzt?

Und dann? Wieder so ein Bild.

Was war geschehen?

Die CM befand sich zwischen der Tiergarten- und der Potsdamer Straße. Einige Sprinter hatten sich an die Spitze des Verbandes gesetzt und unerwartet eine U-Turn gemacht.

Recht professionell hatten sie damit die CM aufgemischt und eine Gruppenpanik ausgelöst. Fast die gesamte Masse wurde mit in den Tunnel gesaugt.

"Einfach war es nicht, nicht in den Tunnel zu fahren." sagte eine willensstarke CMlerin zu mir. Sie klang überrascht - mit einem Hauch von Stolz. Respekt.

Wenn ich den Wikipedia-Artikel richtig verstehe, dann können Infos helfen.

Selbstverständnisse einer Critical Mass und Verhaltensweisen

Nicht den anderen Verkehr blockieren!
Critical-Mass-Fahrten sind in erster Linie eine Feier und eine Einforderung auf das Recht sich sicher im Verkehr zu bewegen. Es geht nicht darum, anderen Verkehrsteilnehmern das Recht auf die Teilnahme am Straßenverkehr zu verweigern.
Es gibt keine Organisatoren oder Verantwortliche.
Daher sind letztlich alle für sich selbst verantwortlich (was natürlich Solidarität und Verantwortung gegenüber Anderen nicht ausschließt).
Es gilt die Straßenverkehrs-Ordnung.
Die Geschwindigkeit ist im allgemeinen recht moderat,
so dass alle zusammen bleiben können.
Die Masse bleibt zusammen,
so dass sie nicht auseinandergerissen wird. Insbesondere beim Stehen an roten Ampeln oder beim Überqueren einer Kreuzung (natürlich soweit die Masse nicht gefährdet wird, siehe auch Korken)
Friedlich bleiben und sich nicht provozieren lassen.
Speziell für das deutsche Verkehrsrecht:
Ab 16 Radfahrern dürfen diese als geschlossener Verband in einer Zweierreihe nebeneinander fahren und somit einen Fahrstreifen belegen (§ 27 Abs. 1).

Siehe auch:
http://criticalmass.wikia.com/wiki/De:Selbstverständnis
http://www.critical-mass-berlin.de/infos/
http://www.critical-mass-berlin.de/themen/fahrtnichtindentunnel/ (aktualisiert)
http://www.critical-mass-berlin.de/bilder/28022014/

Respekt (wikipedia)

Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“, auch respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einem anderen Lebewesen (Respektsperson) oder einer Institution.

Der Betonklotz, hat noch einen zweiten Spruch parat.

Freunde, fahrt nicht in den Tunnel!

Mit einer kleinen Gruppe fuhren wir dann zum Hauptbahnhof.

Dort trafen wir unter dem Trojanischen Pferd die, die während der ersten Tunneldurchfahrt bemerkt hatten, dass da etwas schief lief.

"Es geht weiter." Über die Dauerbaustelle Invalidenstraße zur Friedrichstraße und dann zur Dauerbaustelle Unter den Linden.

Dort sprang die Discokugel aus der Halterung. Ja, unser DJ hat Feuer in den Augen.

Damit das nicht noch mal passiert suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen. Unter der Leipziger Straße finden wir einen Kurztunnel und drehen noch einige runden.

Die Kugel kann jetzt fachmännisch repariert werden.

Geglückt!

Irgendwann wird die Gruppe dann kleiner.

Es ist 23:33 Uhr. Schön, dass am Tiergartentunnel noch nicht Schluss war.