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Bilder vom 28. Februar 2014

Freitag 20:00 Uhr, Heinrichplatz (Berlin-Kreuzberg)

Manche gehen sonntags im Tiergarten grillen. Andere bevorzugen einen zünftigen Stau auf der Avus. Wir fahren gern mit dem Rad.

Am letzten Freitag-Abend jeden Monats vom Heinrichplatz durch die Stadt. Immer der Nase nach. So ist der Brauch.

Sind die Lichter angezündet ...

Dieser CMler hat das Blaulicht tiefer gelegt.

Richtung Springer-Haus.

Mit einem rollenden Bett am Brandenburger Tor.

Der mittlere Durchgang war ursprünglich nur für den Deutschen Kaiser reserviert.

Heute jedoch wird ihn diese französische Radlerin, gemeinsam mit uns, durchqueren.

Auf der anderen Seite staut die Critical Mass vor der roten Ampel. Sogar eine Rikscha ist mit dabei.

Mit diese Beiden erinnere ich mich gern an den Vormonat.

Gleich get es auf die Straße des 17. Juni.

Hier testet ein Vertreter der Generation "Zukunft" eine erfolgversprechende Kreuzung aus Fahrradhelm, Indianerschmuck und Blumenstrauß.

An der Siegessäule gönnen wir uns...

... eine einzige Extrarunde.

Ja, wir sind keine Engel und keine Heilige. Aber wir blockieren nicht den Verkehr. Wir sind Verkehr.

Aber dann. Dieses Bild.

Die Tunnelverweigerer sammeln sich vor dem Hauptbahnhof.

Selbst der Kugelkopf, der aus dem Trojanischen Pferd nach uns sieht, wirkt überrascht. Da haben uns ein paar "Ausreißer" den Mittelfinger entgegen gestreckt.

Später erfahre ich, dass sich da ein paar FB-Freunde ihre "Freiheit zurück" erobern wollten.

Was war geschehen?

Vor einem Monat, hatten wir gesprächsbereite Blaulicht-Begleiter. Sie lachten freundlich, als ich nach ihrem "Häuptling" fragte und hielten uns eine "Friedenspfeife" entgegen. "Respekt" - dachte ich, wir kommen uns also endlich schrittweise entgegen.

Einige, von uns, waren jedoch unzufrieden und machten den Stift. Wieder mal.

Nee Freunde, wer seine Freiheit verteidigen will, der darf nicht feige flüchten. Ich werde mich immer und immer wieder jedem in den Weg stellen, der unsere Freiheit einschränken will. Ich werde nicht flüchten, wenn kleine Mädchen (oder auch junge hübsche Frauen) vom Fahrrad gezerrt werden oder schlecht ausgebildete Blaumänner / -frauen ihre Eierkartons quer stellen. Aber, ich werde auch nicht Freiheit mit Frechheit verwechseln.

Und, ich bin nicht der Einzige, der das so sieht.

Auch beim Lenken kann man denken.

Wenige Regeln gibt es für eine CM. Als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer orientieren wir uns an der StVO. Das bedeutet, dass wir nichts auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen zu suchen haben.

Unsere Ausreißer sind deshalb so mutig, weil sie meinen, dass die Ordnungsmacht ihre Informationen mittels hochspezialisierter Briefkrähen transportieren lässt und sie ihnen somit leicht entwischen können.

Es genügt jedoch ein Blick in diese Broschüre der Bundesanstalt für Straßenwesen um zu erfahren, dass mit einer Live-Übertragung in das Cockpit der Macht zu rechnen sei.

Es mag ja ein Zufall sein, aber bis zu 28.03.2014 05:00 Uhr sollen die Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten im Tunnel Tiergarten-Spreebogen abgeschlossen sein.

Wenn jetzt auch noch zwei ausreichend dimensionierte Korken bereit stehen würden, dann würde es eng für unsere übermutigen Flucht-Radler. Mann hätte dann möglicherweise genügend Zeit um vor laufenden TV-Kameras gemeinsam "Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei" zu singen. Das wäre dann eine riesen Gaudi für den Mob.

Ich brauch das nicht. Deshalb werde ich auch weiterhin nicht (ohne Blaulicht-Begleitung) durch den Tunnel fahren.

Nun ist es passiert. Was machen wir jetzt?

Jedem, der meint, dass dieser Spruch zutreffend ist, ...

... dem stelle ich gern einen Kaffee auf die Grenze. Jedem.

Lasst uns die Gemeinsamkeiten suchen und finden.

Die Tunnelverweigerer hatten sich dann nicht gleich zu einer einheitlichen Gruppe zusammengefunden. Die Überraschung war "gelungen". Einige hatten gewartet, bis ich wieder fahrtauglich war. Wir sind dann am Kanzleramt vorbei Richtung Tiergarten.

Der Häuptlingshelmträger übernahm die Führungsarbeit.

So dass wir in Kreuzberg wieder zu den Anderen fanden. Team Blau war mit Autos und ...

... Motorrädern eingetroffen.

Sie begleiteten uns...

... bis zum Heinrichplatz zurück...

... und verschwanden sofort.

Einige Minuten später kamen sie zurück. Den Flucht-Radlern zeigten sie, wo die Anderen sind.

Wiedervereint ging es dann noch einmal los Richtung Görlitzer Park.

Es bot sich die Gelegenheit um noch ein paar bemerkenswerte Räder in's rechte Licht zu setzen.

Hier ist es nicht nur die Steuereinhait.

Auch die Laufräder stehlen selbst der Goldfelge (im Hintergrund) die Show.

Der Flutlichtwerfer auf dem Helm blendet das Schlußlicht ein.