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Bilder vom 1. Februar 2015

Vor dem Brandenburger Tor findet ein Fest der Vielfalt statt. Vielfältig ist die Motivation der Critical Mass Teilnehmer auch. Wir wollen trotzdem eine Runde durch die Stadt fahren.

14:11 Uhr

Ankes Video

14:13 Uhr: Sascha hat hier wohl auf den Radfahrer mit der roten Packtasche gezielt. Mich begeistert jedoch mehr das kleine rote Päckchen an Heinos Gepäckträger. Gute Idee - ein Erste Hilfe Päckchen am Gepäckträger.

14:15 Uhr: Am Adlon ...

14:15 Uhr: ... biegen wir nach Norden ab.

14:18 Uhr: Karlplatz, ohne s.

Berthold Brecht (Wikipedia) dichtete diesem Platz nicht nur das s an, sondern auch die Geschichte der Pappeln. Dichterische Freiheit.

Rudolf Wirchow (Wikipedia) war da anders. Er sah genau hin und liebte korrekte Beobachtungen. Wissenschaftliche Arbeit.

14:19 Uhr: Unweit - der Reichsbahnbunker Friedrichstraße (Wikipedia). Beton von Kopf bis Fuß. Kriegerischer Größenwahn.

14:30 Uhr: Im Hintergrund das Gedenkstättenensemble Berliner Mauer in der Bernauer Straße (Wikipedia). Verlogener Schutz.

14:38 Uhr: Am Mauerpark geht es durch den Dreck.

14:39 Uhr: Schwedter Steg.

14:43 Uhr: Blühende Bäume vor der Bösebrücke. (Bornholmer Straße)

14:47 Uhr: Durch den Wedding.

15:15 Uhr

15:24 Uhr: Freizeitpark Lübars (Wikipedia)

15:26 Uhr: Wir erklimmen den Gipfel Lübraser Höhe.

15:27 Uhr: Das ist ...

15:31 Uhr: ... die Höhe: ...

15:32 Uhr: ganze 85,3 m ...

15:38 Uhr: ... nur.

15:41 Uhr

15:41 Uhr

15:45 Uhr

15:45 Uhr

15:46 Uhr: Na dann, ...

15:47 Uhr: ... wieder runter.

15:48 Uhr

15:53 Uhr: Kurzer Schreck. Da hat doch jemand seine Handschuhe vergessen. Mensch, Dir fallen doch die Hände ab.

15:55 Uhr: Gemeinsam sind wir unterwegs, ... Wer kann helfen?

15:57 Uhr: Na, so habt ihr jetzt beide Freude an einem Paar Ersatz-Handschuhe.

16:02 Uhr: Ein Krankenwagen mit Blaulicht, den lassen wir natürlich durch.

Nutzen wir diesen Anlass um noch einmal an die Sonntags-CM vom 02. November 2014 zu erinnern. Damals versperrte uns ein Blaulichtwagen der Berliner Polizei den Weg.

Nachdem ein Polizei-Beamter meine Kamera anzielte und dann auch noch unbedingt meine Personalien wissen wollte, schrieb ich eine Mail an das Polizeipräsidium.

Unmittelbar nachdem im Urbanist-Magazin des Interview mit Polizeirat Burkhardt erschien, erhielt ich mehrere freundliche E-Mails aus dem Stab des Polizeipräsidenten. Kurzfristig vereinbarten wir ein persönliches Treffen.

09.01.15, 11:08 Uhr: Am 09. Januar war es dann soweit, dass ich mein Fahrrad vor dem Polizeipräsidium abstellte und die schwere Tür am Platz der Luftbrücke kräftig drückte.

Polizeidirektor Tschitsch und zwei weitere Beamte empfingen mich freundlich und signalisierten, dass sie an einem friedlich-konstruktiven Miteinander interessiert seien. Wir wollen ermöglichen, ... stand ja bereits im Interview.

Sie waren offensichtlich sehr gut informiert. Kein Wunder, denn sie gaben freimütig zu, dass natürlich Zivilpolizisten bei uns mitfahren würden. Ja, warum auch nicht. Das war zu erwarten.

Vielleicht war es auch gut so. Vielleicht haben die Zivilpolizisten auch berichtet, dass wir leistungsbereite Mitbürger sind. Jeder, der sich freiwillig und gern mit eigener Kraft bewegt, der ist leistungsbereit und viele von uns sind ausgesprochen leistungsstark.

Eine Gesellschaft, die uns Blaulicht-Steine in den Weg stellt, kann doch nicht als klug bewertet werden.

Wir sahen uns in die Augen und ich hatte das Gefühl, dass wir uns verstanden, als ich sagte, dass ich mir vorstellen könne, dass ein Vorgesetzter vieler Beamter nicht immer glücklich und zufrieden mit all seinen Mitarbeitern sei. Mir ginge es um die Zukunft und nicht um die Vergangenheit. So konnten wir das Thema "November-CM" schnell beenden.

Zwei Gedanken hatten wir dann noch in den Raum gestellt.

Erstens: Wenn schon Polizisten bei uns mitfahren, dann könnten sie doch auch eine Uniform anziehen und damit ansprechbar sein. Ich jedenfalls habe mehrfach freundliche Gespräche mit den Motorrad-Begleitern beobachtet. Unser Problem ist ja eigentlich nicht die Polizei, sondern das Unverständnis für die Arbeit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Möglicherweise sieht die Polizei auch an vielen Stellen unserer Stadt Brennpunkte, die anders gestaltet werden sollten. In der Unfallstatistik der Polizei tauchen sie jedes Jahr immer wieder auf.

Das ist vielleicht schon starker Tabak für manche, aber es gibt noch einen zweiten Gedanken, der mancherorts Reizhustenanfälle auslösen wird.

Zweitens: Die Polizei gehört in die Zuständigkeit des Senators für Inneres und Sport und auf dem Dach der Senatsverwaltung überblickt die Göttin Fortuna das Land Berlin. Gut so. Sport fördert die Gemeinschaft und beeinflusst somit die Zukunft. Ich wünsche mir aus dem Hause mit der Zukunftsgöttin auf dem Dach ein gemeinsames Fahrradfest mit der Polizei Berlins. Ich wünsche mir, dass wir uns aufeinander zugehen, dass wir miteinander reden, dass wir miteinander wetteifern und feiern.

Lasst uns gemeinsam Radfahren.

Klingt verrückt - ist es aber nicht. Wer könnte sich für diesen Gedanken begeistern? Er ist nicht im Rahmen einer Critical Mass realisierbar, denn so ein Fest wäre nun mal eine Veranstaltung und bräuchte Organisatoren und Verantwortliche.

So ein Fest könnte aber gut für uns sein. So wie es auch gut für uns ist, wenn wir neben der Critical Mass auch andere gemeinsame Aktivitäten und Touren unternehmen.

So ein Fest könnte gut für unsere Stadt und für das Zusammenleben auf den Straßen sein.

So ein Fest könnte am 03. Oktober, dem Tag der Einheit, ein beispielhaftes Zeichen setzen.

Wer macht mit? Wollen wir den Senator überzeugen?

Gemeinsam könnten wir es schaffen. Ich glaube, dass einer meiner drei Gesprächspartner, ein fairer und erfolgreicher Sportsmann, mit dem Herzen bereits Feuer gefangen hat.

09.01.15, 12:34 Uhr

Ich bin da also wieder raus gekommen. Raus, ohne Strafzettel - natürlich.

So, nun zurück zur aktuellen Sonntags-CM. So wie damals, im November, wollten wir uns einen Sonnenuntergang gönnen. Christian führte uns pünktlich ans nächste Zwischenziel.

16:34 Uhr: Dort, gleich hinter dem Spruch: Ich bin der Wandlung Wesen.

16:35 Uhr: Gleich hinter diesem grauen Grenzturm.

16:36 Uhr: Dort geht die Sonne unter.

16:37 Uhr: Au Scheiß, was wird dem Grenzposten damals so durch den Kopf gegangen sein - bei Sonnenuntergang.

16:37 Uhr

16:38 Uhr

16:39 Uhr

16:40 Uhr

16:40 Uhr: Komm, wir fahren noch zurück zum Tor.

17:01 Uhr

17:03 Uhr: Jawohl, die Hand hat überlebt und ist nicht abgefallen. Danke für den Leihhandschuh.

17:10 Uhr

17:14 Uhr: Und der Mond ist aufgegangen.

17:16 Uhr: ...